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Ihr Ratgeber über das Bohren und Montieren

Welche Drehzahl beim Bohren mit einem Forstnerbohrer ideal ist

Ein ganz spezieller Holzbohrer ist der sogenannte Forstnerbohrer. Der gelegentliche Heimwerker wird ihn zwar vermutlich eher seltener verwenden – aber dennoch ist er für manache Arbeiten sehr gut geeignet, wie zum Beispiel beim Bohren von Löchern für Teelichter. In diesem Beitrag erkläre ich, welche Drehzahl beim Bohren mit einem Forstnerbohrer ideal ist und was Sie sonst noch beim Arbeiten mit diesem Bohrer beachten sollten.

Was ist ein Forstnerbohrer eigentlich?

Es handelt sich bei einem Forstnerbohrer* um einen Holzbohrer, für den es zwei grundlegende Anwendungen gibt:

  • Das Bohren von großen Löchern in Holz mit Durchmessern von weit über 10 mm.
  • Das Bohren von sogenannten Sacklöchern (also Löchern, die die nicht durchgebohrt, sondern nur in das Holz eingebohrt werden).

Sacklöcher brauchen Sie immer dann, wenn Sie etwas in das Holz „einlassen“ möchten, ohne dieses zu durchbohren, wie das bei Teelichtern beispielsweise der Fall ist.

Dieser Bohrer wurde nach seinem Erfinder (Benjamin Forstner) benannt.

Abgrenzung zum Spiralbohrer

Wenn Sie mit einem Forstnerbohrer* bohren, werden Sie merken, dass die Späne so aussehen, wie nach der Bearbeitung von Holz mit einem Hobel. Beim Spiralbohrer hingegen sorgt die Bohrspitze für den Abtrag des Holzes und das Gewinde führt die Späne nach außen. Diese sind daher viel feiner.

Welche drehzahl beim bohren mit forstnerbohrer

Welche Drehzahl beim Bohren mit einem Forstnerbohrer ideal ist, lesen Sie aus der Tabelle weiter unten.

Der Forstnerbohrer besteht also im Gegensatz zum Spiralbohrer lediglich aus der Schnittfläche ohne Gewinde. Es rotieren zwei scharfe Messer um den Mittelpunkt und tragen Schicht für Schicht ab. Daher finden Sie nach der Bohrung Späne vor, die an Hobelspäne erinnern und nicht feine Holzspäne.

Somit schafft es der Forstnerbohrer sehr gut, eine runde Senkung in eine flache Holzoberfläche zu schneiden. Wesentlich dabei ist:

  • Die Zentrierspitze muss im Mittelpunkt liegen.
  • Die Schneiden müssen immer scharf sein, um optimale Schnittergebnisse zu liefern.
  • Der Druck und die Drehzahl müssen stimmen. Es empfiehlt sich daher, einen Forstnerbohrer mit einer Tisch- oder Ständerbohrmaschine zu verwenden, weil Sie da den Druck in aller Regel sehr gut steuern können.

Welche Drehzahl beim Bohren mit einem Forstnerbohrer ideal ist

Kommen wir nun zu Drehzahl. Wie bei anderen Bohrern auch ist es wichtig, dass Sie eine für den Bohrer angepasste Drehzahl wählen.

Im Allgemeinen gilt: Je höher der Durchmesser, desto niedriger sollte die Drehzahl gewählt werden.

Das Überhitzen des Forstnerbohrers sollten Sie jedenfalls vermeiden. Erstens können dadurch am Holz unschöne Brandspuren entstehen und zweitens stumpfen die scharfen Klingen des Bohrers damit sehr schnell ab. Auch eine nachträgliche Wasserkühlung hilft hier nichts mehr.

Tabelle zur Drehzahl eines Forstnerbohrers

Hier habe ich eine Drehzahltabelle mit aus meiner Sicht empfohlenen Werten für Sie zusammengestellt:

Forstnerbohrer Ø Hartholz (U/min.) Weichholz (U/min.)
bis 10 mm 2.000 2.400
11 bis 16 mm 1.500 2.400
17 bis 25 mm 1.000 1.800
26 bis 35 mm 900 1.600
36 bis 70 mm 500 1.000


Hinweis:
Wenn die Drehzahl eine langsame ist (was beim Forstnerbohrer oft der Fall sein wird), stellen Sie Ihre Bohrmaschine in einen niedrigen Gang (das ist in der Regel der erste von zwei Gängen) mit hohem Drehmoment.

Vor der eigentlichen Bohrung: Immer vorbohren!

Bevor Sie das eigentliche Loch mit einem Forstnerbohrer* bohren, sollten Sie immer mit einem normalen Holzspiralbohrer vorbohren. Das liegt aber nicht etwa daran, dass Sie im Vorhinein schon Material abtragen und nachher die Bohrung leichter fällt, sondern daran, dass der Forstnerbohrer einen Zentrierstift ohne Schneidfunktion besitzt.

Forstnerbohrer Verwendung

Vor der Bohrung sollten Sie bei einem Forstnerbohrer immer mit dem richtigen Durchmesser vorbohren.

Und damit dieser Zentrierstift nicht durch das Holz gedrückt werden muss, sollten Sie in jedem Fall vorbohren – und dabei auch den korrekten Durchmesser wählen:

Es ist dabei nämlich weder förderlich, ein zu großes Loch vorzubohren, noch ein zu kleines zu machen. Im ersten Fall (zu groß) kämpfen Sie mit dem Problem, dass der Forstnerbohrer dann keinen Halt hat und das Bohrloch nicht sauber wird. Im zweiten Fall (zu klein) besteht das große Problem, dass Sie den Zentrierstift erst recht wieder nicht gut durchbekommen.

Messen Sie daher den Zentrierstift ab und wählen Sie dann den Bohrer, der dem Durchmesser gleichkommt. Also für einen Ø 4 mm Zentrierstift sollten Sie auch einen Ø 4 mm Spiralbohrer verwenden.

Liegen die Unterschiede bei wenigen Millimetern, ist es verschmerzbar – aber zu groß darf die Differenz zwischen dem Vorbohr-Ø und dem Zentrierstift-Ø nicht werden.

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Letzte Aktualisierung: 27.07.2021, Bilder von amazon.de


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